Aus für Fast-Fashion: Frankreich sagt Billigmode den Kampf an

Frankreich hat k?rzlich mit einem Gesetzesbeschluss ein Zeichen gegen die Dominanz der Fast Fashion gesetzt. Billig- und Wegwerfmode macht rund 70 Prozent des franz?sischen Textilmarktes aus. Die chinesischen Online-Plattformen Temu und Shein beherrschen diesen Sektor. Sie setzen auf st?ndig wechselnde Kollektionen zu extrem niedrigen Preisen. Ein Gesetz soll dieser Entwicklung einen Riegel vorschieben.

Die franz?sische Modeindustrie steht vor einem tiefgreifenden Wandel. Die Nachfrage nach Fast Fashion steigt stetig. Vor allem die beiden chinesischen Online-Plattformen Temu und Shein haben den Markt mit Billigmode ?berschwemmt, die t?glich in tausenden Varianten angeboten wird. Diese Art von Mode ist nicht nur billig, sondern auch ?kologisch fragw?rdig, da sie meist ohne Zwischenh?ndler direkt vom Hersteller zum Endkunden geliefert wird, oft sogar per Flugzeug. Die franz?sische Regierung reagiert nun auf diese Entwicklung und hat vergangene Woche ein Gesetz verabschiedet, das die Ausw?chse der Ultra-Fast-Fashion eind?mmen soll. Das Gesetz wurde von der Nationalversammlung einstimmig verabschiedet und wird derzeit im Senat beraten.

Die franz?sische Initiative ist ein wichtiges Signal f?r die gesamte Modebranche. Das Land zeigt damit, dass es die negativen Auswirkungen von Fast Fashion ernst nimmt und setzt ein starkes Zeichen f?r Nachhaltigkeit und Umweltschutz. Der Unternehmensberater J?rg Hawlitzeck hat die Entscheidung in Frankreich mitverfolgt. Er hat schon viele Unternehmen beraten, die umdenken mussten, weil sich M?rkte, Konsumentenverhalten oder gesetzliche Rahmenbedingungen ge?ndert haben. Mit Blick auf die franz?sische Modebranche sagt er: “Fast Fashion per Gesetz einzud?mmen, ist schon revolution?r. Vor allem, wenn man bedenkt, dass die franz?sische Modebranche sehr konservativ ist und nach eigenen Regeln funktioniert. Aber angesichts der ?bermacht aus Fernost scheint es notwendig gewesen zu sein, hier per Gesetz neue Rahmenbedingungen f?r den Markt zu schaffen.”

Allerdings sieht Hawlitzeck, der auch Experte f?r Agiles Mindset ist, diesen drastischen Schritt kritisch: “Bei allem Verst?ndnis muss man sich die Frage stellen: Warum muss erst per Gesetz etwas gestoppt werden, was in die falsche Richtung l?uft?” Der Experte verweist auf Beispiele aus der Modebranche, die beweisen, dass es Alternativen gibt. Denn schon seit Jahren wird aus recycelten Materialien neue, nachhaltige Kleidung hergestellt. Und das ist nur eine Variante. “Wenn ein Unternehmen einen neuen Weg einschl?gt, steckt oft die Erkenntnis dahinter: So geht es nicht weiter! Und diese Erkenntnis ist eine gute Voraussetzung, um sich mit den M?glichkeiten eines agilen Mindsets – wenn man so will, eines Change-Mindsets – zu besch?ftigen, das ?ber Akzeptanz zu Gelassenheit und dar?ber zu Perspektiven f?r alternative L?sungen f?hrt. Es muss nicht gleich eine Revolution sein, aber bewusste und durchdachte Ver?nderungen k?nnen viel bewirken”, sagt Managementberater Hawlitzeck.

Dar?ber spricht er auch als Keynote Speaker in seinem Vortrag “Weck den Revoluzzer in Dir“. Es geht darum, dass ein Revoluzzer, jemand, der etwas ver?ndern will, bei sich selbst anf?ngt, seine innere Einstellung hinterfragt und sich auf ein Change-Mindset vorbereitet. Denn die einzige Revolution, mit der man wirklich etwas erreichen kann, ist die Revolution, die in einem selbst stattfindet. “Nur wer sich etwas traut und nicht immer mit dem Strom schwimmt, kann sein Leben nachhaltig ver?ndern. Deshalb sind Ver?nderungen, die erst durch Gesetze erzwungen werden m?ssen, die letzte Option. Es gibt Alternativen und die findet man rechtzeitig durch ein agiles Mindset. Es f?rdert die Kreativit?t f?r eine nachhaltige, lebendige Entwicklung.” Davon ist J?rg Hawlitzeck ?berzeugt.

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